Im Dezember dürfen wir uns auf die Deutschlandtour des Singer-Songwriters Kristofer Aström freuen. Der gebürtige Stockholmer bringt wunderbar tiefgründige Folk-Country-Songs mit - eine Richtung, die man dem Fireside-Sänger so gar nicht zutrauen würde. Schließlich haben Fireside schon seit einigen Jahren einen festen Platz in der Riege der schwedischen Hardrock-Bands eingenommen. Aström hat sich aber schon seit 1998 ein zweites Standbein mit verschiedenen Bandprojekten geschaffen (u.a. mit der Combo "The Hidden Truck" und ehem. Bandkollegen von Fireside) und etablierte sich mit den Jahren immer mehr als tiefgründiger Singer/Songwriter zwischen Folk, Country und Blues. Teils sind die Texte zwar todtraurig und düster, der folkig rockige Rhythmus der Songs bringt dann aber doch die die nötige Portion Frohsinn, die dem eher introvertierten Schweden wohl fehlt. Schuld daran sei seine Heimatstadt Stockholm, die Aström als Ursache für die düstere Grundstimmung bezeichnet.
Naja, wir werden sehen, was es in uns auslöst, wenn wir ihn im Dezember live sehen. Termine gibt es ja genügend in Deutschland, wie man u.a. seiner MySpace-Seite entnehmen kann. Folgender Song zeigt, dass man auch mit bedenklichen Texten für doch recht beschwingte Stimmung sorgen kann:
Ich war ziemlich knapp dran am Samstag Abend. Der Konzert von "The Fray" in der Münchner Theaterfabrik auf dem Gelände der Optimolwerke sollte um 20 Uhr offiziell starten. Wir wir alle wissen, fangen Konzerte niemals pünktlich an, deshalb war ich relativ entspannt - würde ich doch eh nur eine wahrscheinlich drittklassige Vorband verpassen, die oftmals leider nicht mal in die gleiche Musikrichtung wie der Hauptact geht (frage mich immer, was da bei den Veranstaltern schief läuft...). Umso besser, wenn man ab und zu eines Besseren belehrt wird: Schon beim Betreten des Vorraums der Theaterfabrik höre ich tolle Klänge einer Acoustic-Gitarre, gepaart mit ziemlich guten Stimmen. Ich frage die Dame hinterm Tresen nach dem Namen der Vorband, die aber leider nicht mehr als ein freundliches Lächeln übrig hat und mir mein Getränk reicht. Also schnell hinein, denke ich, und quetsche mich durch die randvolle Halle nach vorne, um mir - böse Blicke erntend - eine bessere Position zu verschaffen. Ich stelle ziemlich schnell fest, dass ich beim nächsten Konzert nicht so kurz vor knapp kommen sollte. Was die beiden Jungs da vorne mit ihren Acoustik-Gitarren machen, ist nämlich ziemlich genial. Später werde ich erfahren, dass die Kombo "Martin and James" heißt und aus Glasgow in Schottland stammt. Die Jungs haben tolle Songs im Gepäck und kombinieren ihre beiden melodischen, klaren Stimmen - eine etwas tiefer, die andere etwas höher - auf phantastische Weise. Dazu kommt ihre sehr sympathische Art, die das Publikum mitreißt - vor allem auch der süße schottische Akzent der beiden ;-) Eine kurze Recherche hat ergeben, dass das Singer Songwriter Duo mit vollem Namen Martin Kelly und James O'Neill heißt und natürlich auch auf MySpace und Facebook und sogar auch auf Twitter (bin schon Follower!) vertreten ist. Gestern hatten sie auch ihre aktuelle CD im Gepäck, die ich mir kurzerhand gleich mitgenommen habe - dem Andrang nach zu schließen, wohl auch der Rest der Halle (sie ging weg wie die berühmten warmen Semmeln). Etwas enttäuscht war ich, als ich nachher feststellte, dass sie nur fünf Lieder (für acht Euro!) drauf gepackt hatten - das ist noch verbesserungsbedürftig würde ich sagen. Auf ihrer MySpace-Seite könnt Ihr auch die Tourdaten einsehen - wer's gestern verpasst hat oder kurzerhand zum Groupie geworden ist, kann also morgen nach Frankfurt jetten. Dort sind sie nämlich als Support von Milow unterwegs. Also, langer Rede kurzer ... Eindruck von ihrer Musikalität:
PS: The Fray wird mir hoffentlich verzeihen, wenn dieser Eintrag - trotz aller Hochachtung vor ihrer Genialität - diesmal trotzdem ihrer Vorband gewidmet wurde...:-)
Der Münchner Band-Nachwuchs kann sich nämlich auch sehen lassen. Heute picke ich mal "Legends of the Livingroom" für Euch heraus. Die Band besteht aus Riitschi Schwarz (Vocals, Guitar), Stefan Jugl (Lead Guitar), Peter Prager (Bass) und Stefan Tönjes (Drums). Ich bin erst kürzlich auf die vier Jungs gestoßen - dabei gibt es sie in der jetzigen Formation bereits ein Jahr. "Legends of the Livingroom" hören sich wenig an wie Nickelback oder Daughtry, was wohl an der sehr schönen, rockigen Stimme von Bandleader Riitschi liegt. Die Ismaninger basteln gerade ganz eifrig an ihrer Karriere und sind auf der Suche nach einem Plattenlabel, das sie unter Vertrag nimmt. Das dauert ja bekanntlich etwas - man will sich ja auch nicht über's Ohr hauen lassen. Doch bis es soweit ist, sind sie schon recht rege im Netz unterwegs. So schafft man sich schon mal eine Web-Fangemeinde: Neben einer eigenen Homepage (sehr schön gemacht, wie ich finde), kommt Ihr hier auch zu ihrer MySpace-Seite. Außerdem gab's auch schon einen Gastauftritt beim Promidinner von VOX. Das Video bleibt uns leider vorenthalten - Datenschutzgründe! Wenn Ihr etwas Zeit mitbringt, dann schaut doch mal in die Web-TV-Sendung "mikss" rein (16min). Da waren "Legends of the Livingroom" nämlich kürzlich zu Gast. Sehr sympathisch kommen sie dabei rüber, finde ich, und am Ende bekommt man noch eine kleine Live-Kostprobe von ihrem Song "Big Disgrace" zu hören. Ich bin schon gespannt, was wir in Zukunft noch von den Jungs so zu hören bekommen. Aber jetzt erst mal ihr auf Auftritt bei mikss:
In weniger als einer Woche ist es soweit: die Münchner Wiesn eröffnet zum 199. Male ihre Tore für alle Feierwütigen. Musikalisch gesehen, ist das Oktoberfest ja nicht gerade ein Ort, wo man auf anspruchsvollen Sound und Bands trifft. Aber darum geht es dem gemeinen Wiesnbesucher ja auch gar nicht. Vielmehr freut er sich über jegliche Art von lauter und seichter Unterhaltung, die ihn als textschwachen Zeitgenossen auch nach der 7. Maß noch nicht ins Trudeln bringt. Und weil das so ist, spuckt die so genannte 5. Jahreszeit jedes Jahr aufs Neue einen Wiesn-Hit aus, der in die gerade eben beschriebene Kategorie perfekt hinein passt. Was der Wiesn-Hit wird, ist natürlich jedes Jahr im Vorfeld schon Thema vielerlei Diskussionen in den Medien (z.B. auf der eigenen Wiesn-Website des Münchner Merkur) - heizt man doch dadurch ganz nebenbei im Vorfeld schon die Downloads auf iTunes und Co. kräftig an. So, was wird dann also der Wiesn-Hit 2009? Zur Auswahl steht schon wieder so einiges: So versuchen beispielsweise die Donikkl's an ihren Vorjahres-Erfolg "Fliegerlied" mit einem neuen Hit anzuknüpfen, der da hieße "Aram Sam Sam" (eine Rap-Version des all bekannten Kinderlieds). Dann kommen noch so ein paar Kandidaten aus der Ballermann-Fraktion in Frage ("Cowboy und Indianer" oder "Das Rote Pferd") und dann natürlich auch ein paar Songs, die es in die Charts geschafft haben und einen eingängigen Refrain und Rhythmus besitzen ("Seven Nation Army" von den Whitestripes und - "Dance with somebody" von Mando Diao). Für letztere aus meiner Sicht eher ein Ab- als ein Aufstieg. Lieber war es mir, als sie vor einigen Jahren noch ganz beschaulich das Münchner Atomic Café gerockt habe. (Aber das ist in diesem Fall eher ein Nebenkriegs-Schauplatz.) Wenn Ihr mich fragt, wird's aber folgender Song: "10 Meter Geh" von Comedian Chris Boettcher. Die Line absolut einfach, der Text sehr lustig - trifft den Nerv der allgemeinen Verdrossenheit sämtlicher Casting-Shows - und dann auch noch der super einfache Refrain. Hört rein, ich find ihn super:
Musiktipps bekommt man ja dauernd und von überall: TV, Kino, Straßenplakate...alle versuchen uns das "neues Album" oder den "besten Konzertgig" anzudrehen. Kann manchmal ganz gut sein, aber meistens trifft es nicht ganz den eigenen Geschmack. Glück hat man doch eher im Freundes- und Bekanntenkreis - zumindest mir geht es oft so. Heute zum Beispiel bin ich durch meine holländische Mitbewohnerin wieder auf eine (für mich) neue Band gestoßen: "K's Choice"! Und dabei gibt es die Belgier schon seit 1992 - damals hießen sie noch "The Choice" (mussten sich später aufgrund der gleichnamigen US-Band umbenennen). Gründer und auch heute noch Köpfe der Band: Das Geschwisterpaar Sarah (Vocals) und Gerd Bettens (Gitarre, Keyboard). Der Stil: Pop mit Rock- und Alternative-Elementen! Interessant ist die leicht kratzige Stimme von Sarah, die irgendwie an Paramore's Sängerin Haley Williams erinnert - aber schon reifer klingt. Nachdem sie ihr zweites Album ("Paradise In Me") herausgebracht hatten, wurde Alanis Morissette auf sie aufmerksam. 1996 gingen sie mit ihr auf US-Tornee. Danach folgten ausgiebige Tourneen in USA, Australien und Europa - und 2003 dann eine Schaffenspause, die 2005 in Soloalben von Sarah und Gerd endete. Im Frühjahr 2008 gab's dann erstmals wieder eine kleine Mini-Club-Tour und im Moment basteln sie gerade am neuen Album, das 2010 erscheinen wird. Ihr bisher bekanntester Song: "Not an a Addict" vom zweiten Album. Hier das MTV-Video dazu:
Sie sind gerade auf Tour - Rise Against, die Punkrocker aus Chicago - und diesen Freitag, 21. August, darf sich die Münchner Fangemeinde freuen. Wer sich bisher kein Ticket besorgt hat oder noch kein eingefleischter Fan des neuen Albums "Appeal to Reason" ist, kann am Freitag auch online reinschnuppern: Das Online-Programmie guxa überträgt das Konzert aus dem Zenith ab ca. 21.30 Uhr als Live-Streaming (ab 21 Uhr gibt's vorab ein Interview mit der Band!). Hier auch noch die weiteren Tourdaten in Österreich und Deutschland.
Diese Woche habe ich mal eine kleine Umfrage in meiner nähesten Umgebung (na, wo könnte das sein? Genau: Die Arbeit, unsere PR-Agentur "cocodibu") gestartet. Ich wollte von meinen Kollegen wissen, bei welchen Liedern sie sich so richtig abreagieren und ihren Frust raus lassen können. So unterschiedlich die Kollegen, so unterschiedlich natürlich auch ihr Musikgeschmack - und dementsprechend ihre Antworten.
Dies ist also unsere offizielle "cocodibu-Frustabbau-Songliste": Christian schwört beispielsweise auf folgende Songs: - J. Geils Band - Freeze Frame - Opus - Live ist Live - AC / DC - Hells Bells Sarah taucht bei - Reamonn - Faith - Kevin Rudolph - In the City richtig ab. Silke macht ihren Kopf meistens bei - Faith no more - Falling into pieces - Kate Nash - Foundation - Paramore - Decode frei. Tobias powert sich bei - Bloc Party - Banquet - Moguai & Tocadisco - Freaks - Deichkind - Arbeit nervt so richtig aus. Und hier noch der Vollständigkeit halber meine persönliche Dampfablass-Top-3-List: - Pink - U&UR hand - Nickelback - Burn it to the Ground - Billy Talent - Fallen Leaves
So, wie sieht's mit Euch aus? Freue mich auf Eure persönliche Agro-Hitlist!!
Im April habe ich noch schwer darüber gejammert, dass sich The Fray während ihrer Welttournee einzig in Köln und Hamburg blicken lassen wollen (hier nochmal nachzulesen). Vielleicht habe ich mich ja laut genug geschwert ;-), denn hier kommen die weiteren Tourdaten für Herbst, Juhu: 10.10.09: München, Theaterfabrik 12.10.09: Berlin, ASTRA Kulturhaus 13.10.09: Hamburg, Docks Hamburg 14.10.09: Köln, E-Werk Köln Dann mal ran an die Tickets (à 33,40 Euro) und falls Ihr vorsichtshalber nochmal reinhören wollt: Das Rollingstone-Magazin hat vergangene Woche erst eine sehr schöne Unplugged-Version von "You found me" online gestellt - aufgenommen in den eigenen New Yorker Studios: Here we go!
Ein besonderer Tipp für alle Snow Patrol-Fans unter Euch: Die Online-Plattform guxa überträgt nächste Woche Mittwoch, 29. Juli, das Konzert der Alternative-Poprocker aus Hamburg per Live-Stream. Vor dem Start des Konzert um 20 Uhr wird zusätzlich noch ein Interview mit den Jungs auf dem Online-Programmie ausgestrahlt. Also, einfach online gehen und den Konzert-Browser öffnen - keinerlei Registrierung nötig! Alle Noch-Nicht-Fans können ja mal meinen Konzertbericht vom Mai hier durchlesen - würde mich schwer wundern, wenn Ihr nicht bald dem Snow Patrol-Fieber verfallen würdet!
Und wieder einmal war es so weit: Hunderte Rock-Fans warteten gestern Abend am Starnberger Landungssteg auf DAS Rockevent schlechthin. Denn es ging darum, mit der Münchner Rock-Coverband "Coverboy" eine Nacht lang den Starnberger See unsicher zu machen. Und ich sage Euch, die Boys haben die Hütte - äh den Dampfer - ordentlich gerockt. Die Planken bebten, als sie Hits aus der 70er und 80er-Jahre Rockgeschichte vom Stapel ließen. Seekrankheit war da nicht mehr ausgeschlossen ;-)) Das Publikum - darunter sehr viele eingefleischte Fans aus ganz Deutschland - war von der ersten Minute an am Start. Bei Klassikern von ZZ Top, Van Halen über Billy Idol, den Rolling Stones bis AC/DC würde ich fast vermuten, die werten Starnberger Villenbesitzer haben mit einem Glas Veuve Cliquot in der Hand ein wenig mitgewippt...;-) ... hören konnten sie die Musik sicherlich bis zum Ufer!! So, und wer diesmal nicht dabei war, sollte sich auf's nächste Jahr freuen und auf den Startschuss auf der Website der Jungs warten. Dann heißt es schnell zugreifen, denn das Event ist regelmäßig schnellstens ausverkauft - was ich seit gestern echt verstehen kann. Wenn ihr noch nicht ganz überzeugt seid, schaut Euch meine Fotogalerie von gestern an - die Bilder sprechen wirklich Bände!! Hier schon mal ein kleiner Eindruck: